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Themen für den Musikunterricht

Das Musical eignet sich für den Schulunterricht, weil sich verschiedene Inhalte des Musikunterrichtes, bildlich wie klanglich auf unterhaltende Weise anhand der Handlung erläutern lassen.

Die Story zu "Canto" ist auf den ersten Blick eine von diesen soliden Fantasy-Geschichten, in denen ein mysteriöser Bösewicht das Schöne und Kreative in der Welt rauben und für sich beanspruchen will und am Ende dafür natürlich gewaltig eins auf die Mütze bekommt. Um diesen gradlinigen Handlungsverlauf rankt sich aber ein besonderes Leitmotiv, das - ohne aufdringlich zu werden - sogar einen pädagogischen Effekt in sich birgt.

Das Publikum wird auf dem spannenden Weg selbst zum Entdecker gemacht, indem es den Kindern aus der Band auf der Suche nach ihrem verschollenen Kumpel Canto durch eine Welt voller musikalischer Geheimnisse und Anspielungen folgt und damit die Vielseitigkeit von Musik kennenlernt. Das fängt schon bei den Namen der Figuren an: Canto steht fur den Gesang (Cantus) und die Band-Mitglieder tragen Namen, die von den Instrumenten abgeleitet sind, die sie spielen. Pino ist der Pianist, Bassi der Bassist usw ..

Selbst Cantos Freundin trägt einen musikalischen Namen: Viola, ist auch ein Streichinstrument. In der mythischen Welt gibt es zum Beispiel die weise Fermate, die den Kindern hilfreiche Tipps gibt. Ihr Name steht fur ein bestimmtes Zeichen, das ein Komponist über eine Note schreibt, um sie zu verlängern (oft am Ende eines Stückes). Die kleinen Kreuzchen (machen Töne höher) wohnen natürlich auf dem Berg und die Bechen (machen Töne tiefer) logischerweise im Tal darunter. Sie sind unberechenbare Trolle, die auch zum Spaß mal gerne jemand ärgern - so wie die Vorzeichen auch im "richtigen Leben" die Musikschuler meistens ärgern.

Der Antiheld der Geschichte - "Tritonus" - hat seinen Namen von einem besonders auffälligem Intervall in der Musik erhalten. Wenn zwei Noten im Abstand von drei (Tri) Ganztönen notiert werden, bezeichnet man den entstehenden Klang als Tritonus. Diese Dissonanz hat man wegen seiner diabolischen Klangfarbe auch früher als "Teufelsintervall" bezeichnet. Es steht fur Unheil, Bedrohung und Ungewissheit. Und so ist der Finsterling Tritonus auch ein degenerierter hinterhältiger Geselle, der von einer Schar verrückter Wesen begleitet wird und nichts weiter im Sinn hat, als Cantos Melodie zu klauen.

Eine Solo-Oboe eröffnet das Musical mit dieser Melodie und obwohl alle Figuren durch sehr unterschiedliche Kompositionen und Songs charakterisiert werden, fließt Cantos Thema ständig in veränderter Form ein und zieht so einen deutlichen roten Faden durch das ganze Stück. Ob sie sich nun in der lamentierenden gregorianischen Gesängen von ein paar Mönchen einschleicht oder in Tritonus fetzigem Rap malträtiert wird - die Zuschauer und die Freunde aus der Band müssen die Melodie aufspüren und ihr folgen, um den Weg zu der Burg von Tritonus und damit das Gefängnis von Canto zu finden.

Thema Inhalt im Musical
Intervalle Die Oktave, die Sexte, die Quinte und der Tritonus spielen eine besondere Rolle und kommen in den bestimmten Liedern sehr deutlich zur Wirkung.
Dur - moll Die traurigen Lieder sind in moll. Themen, die zu Anfang in Dur erklingen lassen sich mit der moll-Version an späterer Stelle vergleichen
Gehörbildung Intervalle, Moll-Dur, Melodie und Motive erkennen
musikalische Begriffe Vorzeichen, Kreuzchen, Bechen, Kanon, Fermate, Tritonus, Choral, Reprise, Musical, verschiedene Musikstile
Instrumente Gesang, Chor, Orchester, Oboe, Querflöte, Mandoline, Saxofon, Gitarre, Schlagzeug